Begriffserklärung U – Z

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Überluftdruck
Der Über Luftdruck bezeichnet einen zu hohen Fülldruck eines Reifens. Dies ist fast genauso gefährlich und schädlich wie Unterluftdruck – also zu wenig Luft. Neben Komforteinbußen müssen Stoßdämpfer und weitere Fahrwerksteile leiden und unterliegen erhöhtem Verschleiß. Des Weiteren wird die Bodenhaftung verschlechtert, da der Reifen zu Ballonbildung neigt und sich zu sehr aufbläht. Dadurch verringert sich die Reifenauflagefläche und sie neigen zu ungleichmäßiger Abnutzung. Der Reifen fährt sich dann in der Mitte der Profillauffläche schneller ab. Es kommt zum Mittenabrieb.

 

Ventile
Das Ventil eines Reifens ist die Vorrichtung zum Befüllen mit Luft. Es dichtet den Reifen oder den Schlauch luftdicht ab. Da auch Ventile genau wie Reifen der Materialermüdung unterliegen, empfiehlt es sich diese bei jedem Reifenwechsel zu erneuern. Vor allem bei Stahlrädern ist das besonders wichtig, da hier im Gegensatz zu Alufelgen, Gummiventile üblich sind. Straßenschmutz, Bremsabrieb und allem voran starke Zentrifugalkräfte lassen die Ventilmaterialien ermüden. Man kann die Ventile in zwei Arten unterteilen. Zum einen die bereits benannten Gummiventile für Stahlfelgen und Metallventile die vorwiegend bei Alufelgen ihren Einsatz finden. Die Gummivariante (Snap-in-Ventil) wird von der Felgeninnenseite aus nach außen durch das Felgenloch gezogen. Dabei rastet es ein und dichtet automatisch über eine Wulst ab. Bei Metallventilen wird für die Abdichtung eine Dichtung verwendet. Da Alufelgen generell auch an höher motorisierten Fahrzeugen eingesetzt werden bieten die Metallventile hier neben besserer Optik auch eine höhere Hochgeschwindigkeitstauglichkeit, da sie sicherer und einfach stabiler sind. Nach Herstellerangaben sollte man Ventile alle vier Jahre austauschen.

 

Walkarbeit – Walkbarkeit
Durch ständiges Einfedern eines Reifens während des Abrollvorgangs wird der Reifen immer wieder verformt. Die Gewebelagen des Reifenunterbaus reiben dabei ständig aneinander. Man sagt auch sie walken. Bei dieser Reibung wird Rollwiderstand erzeugt und Wärme freigesetzt. Ist in einem Reifen zuwenig Luft, wird er durch zu hohe Walkarbeit überhitzt und dadurch zerstört. Achten sie also regelmäßig, alle 14 Tage auf den richtigen Luftdruck ihrer Reifen.

Winterreifen
Mit dem Begriff Winterreifen werden Reifen bezeichnet, die speziell für den Einsatz bei Schnee, Eis, Glatteis und Reif entwickelt wurden. Sie besitzen ein spezielles Profil mit Lamellen und eine eigens abgestimmte Gummimischung für den Einsatz bei winterlichem Wetter. Winterreifen sind seit Ende 2010 Pflicht wenn man sein Auto bewegt. Es wird bereits ab Temperaturen unter 6 Grad empfohlen Winterreifen zu verwenden. Ihre Winterreifen sollten nicht weniger als 4 Millimeter Restprofil haben, um einen sicheren Halt des Fahrzeugs zu gewährleisten. Reifen mit weniger Profil können bei Einsatz auf schneeglatter bzw. nasser Fahrbahn zu einem unkalkulierbaren Risiko werden. Auch eine Verwendung von zu alten Reifen kann gefährlich sein, da der Gummi des Reifens über die Jahre erhärtet. Prüfen sie regelmäßig die Profiltiefe, das Alter und den Luftdruck ihrer Reifen.

Winterreifentest 2013 / 2014, 2011, 2010, 2009, 2008
Pünktlich vor jeder Wintersaison werden von allen großen Automobilorganisationen wie der ADAC, GTÜ, ÖAMTC, ACE, vielen großen Zeitschriften wie Autobild, Auto Motor und Sport und verschiedenen anderen Organisationen wie Stiftung Warentest u.s.w. Winterreifen getestet. Hier werden meistens die handelsüblichsten Größen der so genannten „Golfklasse“ getestet. Meistens stehen zwischen 5-10 verschiedene Reifenmarken bei der Prüfung gegenüber. Hier werden die Winterpneus besonders beim Handling und Bremsen auf trockener, nasser und schneebedeckter Fahrbahn sowie der Traktionsfähigkeit auf Schnee geprüft. Auch das Aquaplaning wird bei den Reifentests groß geschrieben. Der Kraftstoffverbrauch, Verschleiß sowie Geräusch und Komfort treten bei den Tests immer weiter in den Vordergrund. Natürlich wird im Gesamtergebnis auch der Preis mitbewertet. Abschließend kann man sagen, dass viele Autofahrer beim Kauf ihrer neuen Reifen auf diese Tests vertrauen und sich zumindest eine erste Meinung über aktuelle Winterreifenangebote auf diesem Weg einholen.

 

XL (Extra Load) / RF (Reinforched)
Dies sind Reifen mit erhöhter Tragfähigkeit, wobei die Bezeichnung RF durch XL abgelöst wurde.

 

Y-Reifenlamellen – Y-Lamellen – Michelin
Die von Michelin bereits in den 30er Jahren entwickelten Y-Lamellen sind feine Einschnitte im Profilblock, diese nach etwa einem drittel Einsatzzeit die Profilkanten verdoppeln können und dadurch bei Winterreifen eine gute Haftung und Traktion erreichen. Dies wird trotz geringerer Profiltiefe möglich. Da sich die Lamellen verformen werden sie zu einer zusätzlichen Greifkante auf der Aufstandsfläche des Reifens. Damit werden Traktion und Haftung bei Nässe und Schnee gesichert. Durch die Lamellen lässt sich also mehr Kraft übertragen, der Bremsweg verkürzen und die Querbeschleunigung in Kurven erhöhen.

 

Zoll
Der Begriff Zoll ist eine amerikanische Maßeinheit und Größenangabe. Bekannt sind uns diese besonders für die Angabe von Rohrdimensionen und Reifen, sowie Felgen. Die Umrechnungsgröße von Zoll:

1 Zoll sind 25,4 Millimeter – somit sind 1mm = 0,03937 Zoll

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